Donnerstag, 5. Februar 2009

Mercedes Benz Fashion Week Fall/ Winter 2009/10 Marcel Ostertag



Oh ja, es war eine dieser Schauen, bei der man nicht genug bekam. Man wollte beinahe jedes Teil haben und war erstaunt über den Ideenreichtum und die Vielfältigkeit der Interpretationen von Marcel Ostertag.

Keine Ahnung wieviele Jahre diese kleine süße Person für diese unvergessliche Kollektion gebraucht hat. Er hat geschuppt, gelegt, gedreht, gestickt, geklebt, geknotet und ja ok wahrscheinlich auch genäht.

Egal ob er Leggins mit Pyramiden beklebte, Schalkragenjacken aus Leder-und Fell-Stücken zusammensetze oder bei dünnen Lederjacken das Revers bis auf Bauchnabelhöhe hinunterzog und sie mit Glitzerfransen und Steinen besetzte, es war immer ein Highlight.

Bei Marcel Ostertag trägt die starke, schöne Frau nächsten Winter Sarouelhosen aus Leder a la Louis Vuitton, Handschuhe -  so kurz, dass sie gerade mal die Fingerknöchel bedecken zu- Madame achten Sie auf schöne Unterwäsche- durchsichtige Chiffon-Blusen mit Pumpärmeln.

- Was mit dazwischen einfällt, ich war am Donnerstag-Abend im Pan Asia (Rosenthalerstraße 38) essen - das Rinderfilet mit Wasabi-Mantel ist delicieuse - und die Geschäftsführerin trug eine Boyfriend-Jeans in hellblau zu durchsichtigem Seiden-Chiffon-Blüschen und La Perla-BH- der Look war gekauft - von der Stelle weg-

Der Kragen scheint in den Urlaub gefahren zu sein. Ihn gibt es schier nicht mehr. Weder die faszinierenden Smokingjacken mit in Lagen gelegten Stretch-Schlingen, noch die Edel-Lederjacken verfügten über etwas, dass man am Hals in die Höhe klappen könnte. 

Von mir aus bräuchte der Kragen gar nicht mehr wiederzukommen. Ohne ihn ist es außer an Männerhemden auch schön.


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